Wie funktioniert die Häutung der Schlange?

13.06.2019

  Im Allgemeinen ist die Häutung das Abstreifen der verhornten Oberhaut. Die Schlange wächst, die Haut allerdings nicht mit. Unter der alten haut bildet sich also eine neue Haut. Nach einer Häufungsphase platzt die Haut an der Schnauze und die Schlange kriecht langsam aus der Haut.

Als Jungtiere sollten sie sich etwa 4 mal im Jahr häuten, und als Erwachsene etwa 2 mal im Jahr. Wenn sie sich als Jungtiere öfter häuten, ist das vollkommen normal. In einem Alter zwischen Kinder und ausgewachsen also kurz nach der Geschlechtsreife bekommen sie manchmal Wachstumsschübe, an denen sie sich in einem halbem Jahr teilweise drei mal häuten. Das ist auch völlig normal, da Schlangen ihr ganzes Leben lang wachsen, als Jungtiere eben sehr viel (bei Königsnattern zB etwa 60cm) kurz nach der Geschlechtsreife etwas weniger (bei Königsnattern etwa 5-8cm) und als Ausgewachsene ungefähr 5mm pro Jahr.

Deswegen findet man die Haut meinst in einem Stück ausgebreitet im Terrarium. Man erkennt, wie lang die Haut schon herumliegt daran, wie trocken die Haut ist. Völlig ausgetrocknet ist die Haut nach etwa 6-8 Stunden. Dann fühlt sie sich wie ein braunes, abgestorbenes Blatt an und ist sehr zerbrechlich. Unmittelbar nach der Ablage ist sie meist sehr feucht und klebt am Boden. Etwa eine Stunde später ist die Haut noch feucht und klebt noch etwas, aber man kann sie schon ablösen. Die Haut klebt nach drei Stunden gar nicht mehr, ist aber noch nie ganz ausgetrocknet, allerdings nicht zu feucht.

Luftfeuchtigkeit ist bei der Häutung extrem wichtig. Dabei nützt es nichts, den Boden trocken zu lassen für Wochen und wenn die Häutung einsetzt plötzlich jeden Tag die Luftfeuchtigkeit auf 90% zu setzten. Die Luftfeuchtigkeit sollte immer konstant sein, sonst funktioniert die Häutung nicht, und die Schlange häutet sich in Fetzen. Bei Nattern ist das ein Zeichen, dass die Luftfeuchtigkeit nicht hoch genug ist, und für die Natter ist so eine Häutung ziemlich unangenehm.