Der Farbwechsel bei Schlangen - Chamäleonschlangen

03.08.2019

Schlangen behalten normalerweise ein Leben lang eine Farbe. Oft ist das braun, gelblich, schwarz oder grünlich, manchmal aber auch leuchtend grün, gelb, rot, gestreift, gepunktet oder in anders bunten Farben. Einzigartig ist es aber, wenn die Schlange je nach Jahreszeit ihre Farbe ändert oder wenn sie in einer Farbe auf die Welt kommt und mit dem Alter ihre Farbe völlig verändert. 

So eine Schlange ist zum Beispiel der grüne Hundskopfschlinger oder der grüne Baumpython. Diese Schlangen ändern ihre Farbe komplett mit dem Alter von 6-12 Monaten. Schlangen wie die Diamantpython ändern ebenfalls mit dem Alter die Farbe.

Die Diamantpython kommt dabei braun auf die Welt und ändert ihre Farbe leicht, adulte Tiere sind dann schwarz-gelb. Allerdings tritt diese Farbänderung nicht immer auf, und oft ist es nur der Gelbanteil, der sich verändert. Es kommt sehr wohl vor, dass die Diamantpythons auf die Welt kommen und dunkelbraun sind. Dabei ähneln sie, wenn sie aus ihrem Ei schlüpfen, sogar Teppichpythons.

Diesen Farbwechsel mit dem Alter würde ich aber nicht als so spektakulär bezeichnen. Der mit Abstand außergewöhnlichste Farbwechsel mit dem Alter tritt aber bei Baumpythons und verwandten Arten auf. Die Jungtiere kommen rot, rotbraun oder gelb auf die Welt und ändern ihre Farbe mit dem 6-12. Lebensmonat auf ein leuchtendes grün, manchmal sogar blaugrün oder sehr selten blau. Dieser Farbwechsel passiert unabhängig von der Menge des zu sich genommenen Futters, den Häutungen und anderen externen Faktoren wie zum Beispiel Luftfeuchtigkeit, Jahreszeit und Temperatur. Auch als erwachsene Tiere kann es passieren, dass sich die Farbe noch minimal verändert, zum Beispiel dass der Blauanteil in der Färbung größer wird. In der Schwangerschaft färben sich auch manche Weibchen leicht um.

In einer australischen Universität hat man herausgefunden, dass der Farbwechsel damit zusammenhängt, dass sich das Beutespektrum mit dem Altern der Tiere ändert. Als Jungtiere fressen sie hauptsächlich kleine Reptilien und verbringen ihr leben außerhalb des Regenwalds. Als Erwachsene Tiere ernähren sie sich von Vögeln und Nagetieren und leben in den Baumkronen des Regenwalds, wo sie mit der grünen Farbe  perfekt getarnt sind. Insofern ist die Farbe ausschließlich für die Tarnung gut.

Eine andere Art des Farbwechsel ist der Farbwechsel nach Jahreszeit. Einige Taipans haben im Sommer eine andere Farbe als im Winter. Besonders ausgeprägt ist dieses Phänomen bei der Inlandtaipan, die gleichzeitig auch die giftigste Schlange der Welt ist. Der Inlandtaipan ist der einzige in Australien lebende Taipan, der seine Farbe nach Jahreszeit ändert. Im Winter ist sein Kopf  fast schwarz und seine Körper dabei deutlich dunkler als im Sommer. Dadurch kann er mehr UV Licht aufnehmen. 

Die Oenpellipython dagegen ändert ihre Farbe je nachdem, ob es Tag oder Nacht ist. In der Nacht nimmt sie eine schillernde silber-graue Farbe an, während sie am Tag braun ist. Der Grund dafür ist unbekannt, es hängt aber sicher mit der Tarnung zusammen.


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